Maßnahmen der Drogenprävention
Anders als viele Menschen denken, sind Suchtmittel in Ländern wie Deutschland, in denen der Konsum bestimmter Drogen verboten ist, ein großes Problem.
Gerade deshalb ist auch die Drogenprävention hierzulande ein ernstzunehmendes Thema.
Drogenprävention im Allgemeinen meint die Vermeidung von Gesundheitsschäden durch die Sucht, also durch die Abhängigkeit von bestimmten Stoffen. Damit ist nicht nur gemeint, Menschen komplett von Drogen abzuhalten (auch wenn dies das wichtigste Thema der Prävention ist), sondern auch Hilfe für Suchtkranke.
In Deutschland ist die Drogenprävention in drei verschiedene Ebenen eingeteilt.
Primär
Primärprävention betrifft Menschen, die noch nicht abhängig sind.
Hier ist die wichtigste Sache die Aufklärung über Suchtmittel, ihre Inhaltsstoffe und die entstehende Sucht.
Gerade ehemalige Abhängige können hier eine große Hilfe sein, denn selbst wenn Rauschgift am Anfang vielleicht positive Effekte hat, ist die Sucht alles andere als spaßig.
Die Primärprävention umfasst außerdem rechtliche Grundlagen, die es dem Bürger schwieriger machen sollen, an Betäubungsmittel heranzukommen. Das strenge Betäubungsmittelgesetz in der Medizin, die Versteuerung von Suchtmitteln wie Zigaretten oder Alkohol und bei härteren Drogen natürlich auch die Strafen, die auf einen zukommen, wenn man mit zuviel Rauschgift erwischt wird. Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, ein stabiles Umfeld für jeden Menschen zu schaffen, da zufriedene Menschen seltener zu Betäubungsmitteln greifen als unzufriedene.
Sekundär
Sekundärprävention betrifft Menschen, die bereits Suchtmittel konsumiert haben oder schon süchtig sind.
Hierbei soll eine mögliche Abhängigkeit durch Aufklärung vermieden werden. Für Menschen, die bereits abhängig sind, gibt es Maßnahmen um die Gesundheitsschäden möglichst klein zu halten. Ist ein Süchtiger noch nicht bereit für den Entzug, wird für einen “sicheren Umgang” mit der Abhängigkeit gesorgt, indem beispielsweise sauberes Spritzbesteck an Abhängige verteilt wird, damit sie sich nicht durch unsaubere oder bereits benutzte Instrumente mit HIv oder Hepatitis infizieren. In diesen Präventionsmaßnahmen wird beispielsweise auch versucht, ein möglichst stabiles Umfeld für den Abhängigen zu schaffen, damit er einen möglichen Entzug besser durchhält.
Tertiär
Tertiärprävention betrifft alle explizit drogenabhängigen Menschen.
Dieser Teil kann eigentlich kaum noch unter dem Begriff Prävention geführt werden, er ist lediglich eine Prävention vor schlimmen Krankheiten und dem weiteren Abfall des Gesundheitszustandes.
Unter der Tertiärprävention versteht man beispielsweise Entzugskliniken und Selbsthilfegruppen.
Sehr lobenswert sind die Kampagnen verschiedener Stellen, welche gerade junge Leute von Betäubungsmitteln abhalten sollen. Durch die meist jugendliche und ansprechende Aufmachung erregen sie Aufmerksamkeit und sind auf jeden Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung.