Geschichte der Drogenprävention

Drogen, Alkohol und andere Suchtmittel sind seit Menschengedenken ein Teil der Gesellschaftsentwicklung, von der Antike bis hin zur Neuzeit. Dabei kann man durchaus behaupten, dass sich Rauschmittel, Suchtstoffe und suchterzeugende Verhalten stets parallel zu den Erfordernissen innerhalb einer Gesellschaft entwickelt haben. Dementsprechend war und ist es von großem Interesse, den Anteil der Suchterkrankten relativ gering zu halten bzw. das Abdriften von Individuen in eine Suchterkrankung im Vorfeld zu verhindern. Drogenprävention ist aus dieser Sicht also eine Maßnahme, durch die die Gesundheit einer Gesellschaft u.a. aufrechterhalten wird. Dabei spielt die soziale und wirtschaftliche Funktionsfähigkeit eine maßgebende Rolle.

In der Geschichte gibt es zahlreiche Ansätze, Drogen und deren Mißbrauch einzudämmen. So verbot Hammurabi, der König der Babylonier, seinen Untertanen den Besuch von Tavernen, um den Alkoholmißbrauch vorzubeugen. Damit wurde auch die Prohibition geboren, eine Art des Drogenprävention. Prohibition ist das Verbot des Verkaufs und der Herstellung bestimmter Güter, insbesondere Drogen und andere Rauschmittel. Auch andere Substanzen wie Opioide, Tabak oder “Suchtverhalten” wie das Masturbieren wurde im Laufe der Geschichte unzählige Male verboten.
Doch stellte der prohibitionistische Ansatz keine befriedigende Hilfe der durch Sucht entstandenen Probleme dar. Daher gewann zunehmend der präventive Ansatz an Bedeutung. Dieser versucht Suchtverhalten bereits vor dessen Eintritt zu verhindern. Versuchte man dass früher mittels Verordnungen und Gesetze zu erreichen, werden heutzutage verstärkt Kampagnen und Aufklärungen über die Gefährlichkeit des jeweiligen Suchtstoffes durchgeführt.

Neben privaten Organisationsformen wie Vereine wird die Prävention von alters her von Staats wegen betrieben, wobei in früherer Zeit die Kirche ebenfalls einen beträchtlichen Anteil der Maßnahmen zur Eindämmung von Drogenmißbrauch bzw. tendenziösem asozialem Suchtverhalten innehatte.
Heutzutage besteht die Vorbeugung von Suchtmitteln allerdings nicht mehr nur in der Verhinderung, sondern auch in der Begleitung von suchterkrankten Menschen. Dabei wird primär darauf abgezielt, diesen eine eventuelle Wiedereingliederung und ein Leben ohne den Suchtstoff zu ermöglichen.