Was ist Drogenprävention?
Unter Sucht versteht man die Abhängigkeit von legalen und illegalen Drogen. Doch nicht jeder, der gerne mal ein Gläschen Alkohol trinkt, gilt gleich als süchtig. Entscheidend sind die konsumierte Menge und die Möglichkeit, jederzeit ohne Probleme auf den jeweiligen Stoff verzichten zu können.
Drogenprävention macht auf die Gefahren der Drogensucht aufmerksam und versucht, sie dadurch bestmöglich zu verhindern. Am bekanntesten für Drogenprävention ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), die mit Hilfe von Kampagnen, mit denen vor allem die Gefühle erreicht werden sollen und mit Aufklärung, die sich hauptsächlich an den Verstand wendet, Stimmung gegen Missbrauch von Suchtmitteln macht. Die BzgA wirbt vor allem mit Internetauftritten oder ist in Schulen und bei betrieblichen Gesundheitstagen vertreten. Außerdem kann jeder, der über das Thema Sucht aufklären möchte oder selbst interessiert ist, über die BzGA kostenlose Broschüren und Werbeplakate beziehen.
Bei Kindern und Jugendlichen zählt die seelische Sicherheit, sprich Eltern und Freunde, die ihnen nahe sind und die sich liebevoll um sie kümmern, zu den wichtigsten Dingen, um sie vor Drogen zu schützen. Ein Kind sollte nicht nur für das Erreichen von Zielen, sondern vor allem für sein Bemühen gelobt werden und Anerkennung erhalten. Auch Vorbilder, die real und greifbar sind, wie z. B. Sporttrainer oder Lehrer tragen zum Schutz bei.
Bei Jugendlichen ist der Gruppenzwang nicht zu unterschätzen. Wer über ein gutes Selbstbewusstsein verfügt und in einem behüteten Elternhaus groß geworden ist, dem fällt es leichter, sich diesem Zwang zu widersetzen. Zuguterletzt brauchen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene Träume, Hoffnungen und Ziele für ein erfülltes Leben. Wer keine Träume und Perspektiven mehr hat, der rutscht leichter in die Drogensucht ab, da er sich mit ihr fatalerweise glücklich und sorgenfrei fühlen kann.